Klasse fürs Klima

Energieprojekt an der Modeschule Hallein

Laut Global 2000 verursacht jeder Österreicher je nach Lebensweise zwischen vier und 20 Tonnen CO2 pro Jahr. An der Modeschule Hallein forciert man einen bewussten Umgang mit den Ressourcen.

Wohnen, Mobilität, Ernährung und Konsum. Wie wir uns fortbewegen, was wir essen, was und wie viel wir kaufen und in welchen Häusern wir leben: Das alles beeinflusst den Kohlendioxid-Ausstoß und damit auch unser Klima. Lisa Fischinger und Doris Lindner, die beiden Lehrerinnen im Fach Naturwissenschaften an der Modeschule Hallein, wollen das den jungen Menschen bewusst machen. Lisa Fischinger: „Mir sind diese Themen persönlich ganz wichtig. Und ich sehe in der Bildung eine große Chance, einen Beitrag zu leisten für eine nachhaltige Entwicklung im Sinne des UN-Aktionsplans Agenda 2030.“ 

lebens.linien Titelserie Modeschule Hallein

Verbrauch abdrehen

Bewusstseinsbildung passiert in ihrer Schule auf mehreren Ebenen. Unter anderem auch mit Hilfe der Salzburg AG, die Projekte zu den Themen Energie, (Ab-)Wasser und Müllvermeidung in den ersten beiden Jahrgängen anbietet. Leonie Rieder aus der 1D erzählt, wie das abläuft: „Bei dem Projekt wird der Energieverbrauch erhoben und Energiefresser werden aufgedeckt.“  Ihre Klassenkollegin Jana Stadlhuber hat dabei viel gelernt: „Es ist für mich und alle anderen Schüler interessant zu sehen, was man sparen kann, wenn man nur das Licht oder den Computer konsequent abdreht. Kleine Sachen können Großes bewirken.“ 

Plastikmode

Die Modeschule Hallein ist die erste zertifizierte Entrepreneurship-Modeschule Österreichs und bietet ein berufsbegleitendes Kolleg, mit dem nachhaltiges Design gefördert wird. Für den Entrepreneurship-Day 2018 entwarf Francesca Moser aus dem zweiten Jahrgang ein Outfit, das komplett aus Plastikabfall bestand und ein Statement zum Klimaschutz abgeben sollte. Francesca Moser: „Ich find’s gut, dass unsere Schule bei dem Thema dabei ist. Unsere Welt ist einfach zu wichtig, wir leben schließlich alle darin.“ 

Bewusster Umgang

Die Textilbranche verursacht laut WWF jährlich 1,7 Milliarden Tonnen CO2 weltweit und trägt damit signifikant zu den Treibhausgas-Emissionen bei. Sie verbraucht und verschmutzt Wasser und gefährdet die Gesundheit der dort arbeitenden Menschen. Für eine Modeschule, die täglich mit Textilien, Chemikalien und Färbemitteln zu tun hat, ist Nachhaltigkeit daher immer ein aktuelles Thema. Das reicht vom gezielten Einkauf der Textilien bis zum Hairstyling-Zweig, in dem die Schülerinnen einen bewussteren Umgang mit Chemikalien und Sprays lernen sollen, damit Luft und Abwasser nicht verunreinigt werden. Lehrerin Doris Lindner: „Da geht es vor allem um die Aufklärung, welche Chemikalien in Kosmetika enthalten sind und welche Silikone in Haarshampoos. Und es gibt auch Workshops zum Thema Naturkosmetik.“ 

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modeschule-hallein.at